Was ist Versottung?

Die Versottung ist ein sehr ernstzunehmendes Problem, wenn wir über Schäden am Schornstein sprechen und wohl auch eins der bekanntesten. Die sogenannte Versottung bezeichnet den Prozess, welcher den Mantelstein von der Innenseite des Kamins fortschreitend mit einem Gemisch aus Wasser, Teer, Schwefelsäure durchdringt. Das führt dann zur Zersetzung des Mauerwerks. Dabei entstehen auffällige braune Flecken am Schacht. Das sieht nicht nur sehr unschön aus. Die Folgen sind häufig eine sehr unangenehme Geruchsbildung und eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Schornsteins. Auch können gesundheitsschädliche Risiken für die Hausbewohner nicht ausgeschlossen werden. Daher ist in diesem Fall ein schnelles Handeln sehr ratsam.

Das muss getan werden

Die altersbedingte Verschleißerscheinung „Versottung“ sollte auf jeden Fall behoben werden. Denn im schlimmsten Fall kann sogar ein Schornsteinbrand entstehen. Und vor allem, wenn ein alter, schon versottungsgefährdeter Schornstein an eine moderne Heizungsanlage angeschlossen ist. Hier ist dann häufig der Kaminquerschnitt für den geringeren Abgasaustausch zu groß und die Abluft steigt langsamer auf. So können die säurehaltigen Kondensate, die bei vielen Verbrenungsprozessen entstehen, sich leichter an der Innenfläche des Schornsteins ablagern.

In jedem Fall sollte die Situation von einem Fachmann überprüft werden. So erhalten Sie eine qualifizierte Einschätzung des Zustands Ihres Schornsteins. Je nach Umständen und Notwendigkeit wird dann abgeschätzt, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Ob Reparatur, Sanierung oder Nachrüstung: In jedem Fall sollten Sie mit einem Dachdeckermeister Kontakt aufnehmen und Ihren Schornstein checken lassen.

So beugt man Versottung vor

Der Hauptgrund der Versottung ist die bei der Verbrennung erzeugte Feuchtigkeit. Denn nur so können sich die Kondensate überhaupt erst am Mauerwerk des Kamins ablagern. Mit diesen einfachen Maßnahme beugen Sie der Versottung langfristig und zuverlässig vor:

  1. Einbau eines Zugreglers (Nebenluftvorrichtung) zur besseren Belüftung des Schornsteins
  2. Einziehen von Edelstahlrohren zur Verbesserung der Zugwirkung
  3. Feuchigkeitsvermeidung durch effiziente Dämmung des Schornsteins
  4. Nachrüsten von speziellen Verschlußsteinen oder Schornsteinabdeckungen.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten oder eine professionelle Einschätzung wünschen, stehen wir Ihnen von Dietrich Bedachungen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns und wir analysieren vor Ort und beraten Sie eingehend, welche individuellen Möglichkeiten Sie zur Lösung unternehmen können.

Ihr Dachdeckermeister Hartmut Dietrich